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Das Geschenk der späten Jahre

  • Ulrikes Blog
  • EIGENSINN – DAS GESCHENK DER LETZTEN JAHRE
EigenSinnKulturIm Resi
  • Arbeitslicht, das bei den Aufführungen nicht stört.
    Foto: Stephan Bleek
  • Ein Erlebnis, mal wie die Schauspieler auf der Bühne stehen zu können.
    Foto: Stephan Bleek
  • Ein Blick hinauf in die unendlichen Höhen des Schnürbodens.
    Foto: Stephan Bleek
  • In der hauseigenen Schneiderei.
    Foto: Stephan Bleek
  • Der schier unerschöpfliche Fundus der Kleiderkammer. Hier ist alles nach Epochen sortiert.
    Foto: Stephan Bleek
  • Die mittelalterliche Abteilung der Kleiderkammer.
    Die mittelalterliche Abteilung der Kleiderkammer.
    Foto: Stephan Bleek
  • Ritterbedarf für jeden Zweck gibt es in der Rüstkammer.
    Foto:
  • Ein Fabelwesen, das gut ins Umfeld von Herrscherkronen und Waffen aller Art passt.
    Foto: Stephan Bleek
  • Echte Gewehre lagern in der Rüstkammer. Sie wurden umgebaut für den Theaterbedarf und werden nur mit Platzpatronen verwendet.
    Foto: Stephan Bleek
  • Imposanter Bühnenaufbau: Zwei riesige Laufband-Walzen, die sich gegeneinander drehen, heben und senken können. (Inszenierung "Die Räuber", 2017). Foto: Anne Bauer
  • Ein Ausschnitt aus dem Repertoire des Residenztheaters. Foto: Stephan Bleek

Hinter den Kulissen eines großen Theaters

Im Resi

Kürzlich waren wir im Rahmen einer Informationsveranstaltung für Abonnenten bei einer Führung im Münchner Residenztheater. Das Bayerische Staatsschauspiel bespielt insgesamt drei Bühnen: das Residenztheater, das Cuvilliéstheater und den Marstall. Wir durften das Resi besichtigen.

Autorin: Ulrike

Erwartunsvoll versammelten wir uns im Foyer im ersten Stock, dort, wo sich durch die breite Fensterfront der schöne Blick auf den Max-Joseph-Platz bietet.
Zunächst gab es einen Umtrunk zur Einstimmung, begleitet von allgemeinen Erläuterungen zur wechselvollen Geschichte des Hauses. Danach wurden wir auf und hinter die Bühne geführt, die, wie wir erfahren haben, in ihrer technischen Perfektion gleich hinter dem Burgtheater in Wien kommt.

Es war eine wirklich interessante Führung, die ich jedem, der die Chance dazu hat, sehr empfehlen möchte. Wir haben viel gelernt – etwa, was die Rolle der Inspizientin ist. In ihren Händen liegt der reibungslose Ablauf eines Theaterabends: die Technik hört auf ihr Kommando, die Schauspieler treten auf, wenn sie das GO! dazu gibt. Sie sitzt in einem engen Kabuff voller Monitore, Schalter und Hebel rechts neben der Bühne, ohne sie geht gar nichts.

Wir blickten von der Bühne Richtung Zuschauerraum, der immerhin fast 900 Menschen fasst, sahen in den drei Stockwerke hohen Schnürboden hinauf und erklommen dann viele Stufen. Schnaufend erreichten wir einen gelbgestrichenen engen Gang (gelb sagt den Benutzern, dass sie sich im rechten Teil des labyrinthischen Baus befinden), der durch viele Türen zum Kostümfundus und zur anschließenden Herrenschneiderei führte.

Weitere Treppen führten hinauf in die Rüstkammer, in der neben allerlei Fabelwesen, Ritterrüstungen und Königskronen auch echte Kalaschnikows lagern. Die werden aber nur mit Platzpatronen geladen. Ganz oben, wo im Fall des Falles nur das Dach wegfliegen kann, liegen die Räume, in denen pyrotechnische Versuche für Aufführungen mit Explosionen, Feuerwerk und ähnlichem Feuerzauber gemacht werden.

Insgesamt, wie gesagt, ein schönes und aufschlussreiches Erlebnis. Die nächsten Aufführungen werden wir uns bestimmt mit wissenderen Augen ansehen.

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