• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
  • Zur Fußzeile springen

eigenleben.jetzt

Das Geschenk der späten Jahre

  • Ulrikes Blog
  • EIGENSINN – DAS GESCHENK DER LETZTEN JAHRE
EigenSinnPersönliches50 Jahre Abitur

50 Jahre Abitur

Autorin: Ulrike

Anfang Juli haben wir 50 Jahre Abitur gefeiert. 50 Jahre Abitur! Mein Gott, warum fühlt man sich eigentlich nie so alt, wie es einem die Jubiläumszahlen suggerieren wollen?
Das Fest fand im Saarland statt, in Saarlouis, der Nachbarstadt unseres damaligen Schulorts. Wir haben uns für Saarlouis entschieden, weil das eine hübschere Stadt ist als die, wo wir damals zur Schule gingen. Die meisten Mitabiturientinnen (die Jungs aus der Parallelklasse haben getrennt gefeiert) sind nach dem Studium im Saarland geblieben oder wieder dorthin zurückgekehrt – die Saarländer sind für ihre Heimatverbundenheit bekannt. Die restlichen haben sich für ein Leben in anderen Teilen Deutschlands oder im Ausland entschieden.

Damals …
Foto: privat

Fast alle sind gekommen. Es war sehr lustig. Von den 18 ehemaligen Mitschülerinnen, die die Reise auf sich genommen haben, habe ich einige seit tatsächlich 50 Jahren nicht mehr gesehen, und außer zweien oder dreien, die ich nicht wiedererkannt hätte, wenn sie ihren Namen nicht genannt hätten, sahen alle aus wie damals. Bis auf ein paar Falten natürlich, oder, bei den Naturbelassenen, das ergraute Haar. Ganz schnell waren wir miteinander wieder so vertraut, als hätten wir uns erst kürzlich zuletzt gesehen. Faszinierend, wie Gestik, Mimik, die Art zu sprechen und sich zu bewegen bei den meisten genau gleich waren wie damals, als wir zusammen zur Schule gingen. 50 Jahre gelebtes Leben haben uns also in unseren grundsätzlichen Wesenszügen nicht verändert. Entsprechend haben einige beachtliche Karrieren hingelegt, andere haben ein eher betuliches Leben geführt. Die meisten haben sich jedenfalls so entwickelt, wie man es damals vorausgesagt hätte.

… und heute
Foto: Iván Sáinz-Pardo

Da war zum Beispiel die Macherin, unsere frühere Klassensprecherin. Sie hat das Programm für unser Abiturtreffen, wie erwartet, perfekt organisiert. Da war die Schöne, die auch heute noch aussieht, als sei sie 20 Jahre jünger (zumindest aus einigem Abstand). Und da waren die Kluge, die mehrere Studien absolviert hat, und die Betuchte, die frei von materiellen Sorgen durch die Welt gezogen ist und mit einer bekannten Popgröße liiert war. Eine Überraschung war die einst so Stille und Unauffällige, die sich zu einer recht Wilden gemausert hat und die über das sicher unkonventionellste Leben von uns allen zu berichten wusste. Auch die alten Freundinnen-Grüppchen haben sich schnell wieder gebildet. Wer schon früher alles miteinander gemacht hat, hat auch jetzt wieder zusammengefunden. Schön fand ich, dass es auch zwischen denen, die sich damals in der Schule wenig zu sagen hatten, einen interessierten Austausch gab.

Und was machen die Mädels heute so, in der dritten Hälfte ihres Lebens? Die einen verfügen über genug Mittel, um ein unbeschwertes Rentnerdasein zu führen. Sie berichten von spannenden Reisen und extravaganten Hobbies. Andere arbeiten noch genauso weiter wie bisher, freiwillig und aus Begeisterung oder aus materiellem Zwang.

Die Themen fokussierten sich erwartungsgemäß auf den beruflichen Werdegang, auf Familie, Gesundheit, Mode, Reisen und vor allem: auf DAMALS!
„Wisst ihr noch?“ diese Frage war oft der Auslöser für einen Schlagabtausch von Anekdoten, Erinnerungen und Geschichten. Erstaunlich, wieviele Details aus unserem Schülerinnenleben noch lebendig waren. Manche konnten im Wortlaut die Bonmots gewisser Lehrer zitieren oder sie mit ihren speziellen Eigenheiten herrlich treffend imitieren. Viele haben sich an Namen und Ereignisse erinnert, die ich längst vergessen hatte. Wir haben sehr viel gelacht!

Nach zwei Tagen voller Spaß, aber auch ein bisschen Wehmut, voller Albernheit, aber auch ernster Gespräche ging es ans Abschiednehmen. Und wir beschlossen, uns schon nächstes Jahr wiederzusehen. Dann in Wien, wo eine der Freundinnen als Ärztin lebt und arbeitet. Denn wer weiß, wieviele von uns das nächste runde Abiturjubiläum noch erleben? Wobei – jemand erzählte von einem 70-Jahre-Abiturtreffen, an dem immerhin sechs Überlebende teilgenommen haben, vier davon mit Rollator. Na also, geht doch!!

Bis dann …
Foto:

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
  • drucken 

Leser-Interaktionen

Was Sie noch interessieren könnte:

Herbst

Immer mehr meine Jahreszeit

Herbst

JETZT
LESEN
Gleichgeschlechtliche Eltern

Was vor 20 Jahren ein Skandal sein konnte, wäre heute keiner mehr.

Gleichgeschlechtliche Eltern

JETZT
LESEN
100 Jahr – wunderbar!

Ein ganz besonderes Geburtstagsfest in Apulien

100 Jahr – wunderbar!

JETZT
LESEN

Ich freue mich über Eure Meinung! Antwort abbrechen

Seitenspalte

Kategorien

  • Alle Themen
  • Bücher
  • Essen
  • Familie
  • Gesundheit
  • Hobby
  • Kultur
  • Menschen
  • Persönliches
  • unterwegs

Beiträge

Titel des Film Kaos. Foto: Privat

Ein großartiger Film, den man sich unbedingt ansehen sollte!

Kaos

Die kongeniale Verfilmung von fünf Novellen des italienischen Schriftstellers Luigi Pirandello durch die Brüder Paolo und Vittorio Taviani ist ein wunderbares Kino-Erlebnis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

zum
Beitrag
Mein erster Roman ist veröffentlicht. Foto: Ulrike Ziegler

Ich habe meinen ersten Roman veröffentlicht. Endlich!

Die Krähe im Kirschbaum

Es war ein langwieriges Projekt: Eigentlich hatte ich den Wunsch, mal ein eigenes Buch zu schreiben, schon seit meiner Schulzeit. Vor jetzt 13 Jahren habe ich es dann in Angriff genommen. Es gab viele Schreibpausen, immer wieder Neuanfänge, Überarbeitungen, Zweifel … und jetzt ist es fertig!

zum
Beitrag
Französische Serviette als Dekoration. Foto: Ulrike Ziegler

Jacques’ Käseparty – französische Lebensart in Seefeld

La vie est belle!

Unsere französische Konversationsgruppe ist zu einer privaten Käse-Degustation bei einem unserer Mitglieder eingeladen worden. Es war ein überaus genussvolles Erlebnis!

zum
Beitrag
Das Goldmund Quartett. Foto: Ulrike Ziegler

Das Goldmund Quartett hat in Wörthse ein Konzert gegeben

Musiker von Weltruf hier bei uns!

Neulich sind wir spontan in die Aula der Wörthseer Grundschule gegangen, um ein weltbekanntes Streichquartett zu hören. Es war großartig!

zum
Beitrag

Kommentare

  • Ulrike bei Die Krähe im Kirschbaum
  • Andreas Sebastian Müller bei Die Krähe im Kirschbaum
  • Kaos - EigenSinn bei La vie est belle!
  • Ulrike bei Die Krähe im Kirschbaum
  • Gregory Wiest bei Die Krähe im Kirschbaum

Archiv

  • Januar 2026
  • November 2025
  • November 2024
  • August 2024
  • April 2024
  • September 2023
  • Januar 2023
  • Oktober 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • März 2022
  • Januar 2022
  • Juli 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • März 2020
  • Januar 2020
  • Oktober 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017

Stichworte

Adoption Alter Ausstellung Bildhauer Buch Café eigenleben Depression Dokumentarfilm Einsamkeit Eltern Emotionen Familie Film Gefühl Genuss Gesundheit Herbst Installation Kindheit Landleben Leben Liebe Ligurien Maler München Natur Reise Reisen Roman See spannend Spaß Sport Stress Südtirol Tod Tourismus Training Urlaub Wandern Weltrekord Winter Wohnungssuche Wörthsee Yoga

Footer

  • Impressum
  • Datenschutz

Das Magazin eigenleben.jetzt ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Marli Bossert Stiftung