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Das Geschenk der späten Jahre

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EigenSinnPersönlichesDie Krähe im Kirschbaum
Mein erster Roman ist veröffentlicht. Foto: Ulrike Ziegler
Mein erster Roman ist veröffentlicht! Foto: Ulrike Ziegler

Ich habe meinen ersten Roman veröffentlicht. Endlich!

Die Krähe im Kirschbaum

Es war ein langwieriges Projekt: Eigentlich hatte ich den Wunsch, mal ein eigenes Buch zu schreiben, schon seit meiner Schulzeit. Vor jetzt 13 Jahren habe ich es dann in Angriff genommen. Es gab viele Schreibpausen, immer wieder Neuanfänge, Überarbeitungen, Zweifel ... und jetzt ist es fertig!

14 Kommentare
Autorin: Ulrike

Mein früherer Blogbeitrag › über die Schwierigkeiten, mit meinem Buchprojekt, das ich 2012 begonnen hatte, voranzukommen, endete mit dem Satz:
Aber vielleicht schreib ich es einfach erst mal fertig.
Das war vor fast acht Jahren! Und jetzt ist es endlich soweit: ich habe meinen ersten Roman veröffentlicht. Mit 77 – das ist nicht gerade früh für jemanden, der schon seit seiner Schulzeit den Traum hatte, irgendwann mal ein Buch zu schreiben. Aber wie heißt es so richtig: Besser spät als nie!
Fertig ist der Text eigentlich schon seit längerem, aber auch nach vielen Änderungen und häufigem Korrekturlesen habe ich noch sehr lange gezögert, ob ich es wirklich veröffentlichen sollte. Schließlich hatte ich das alles ja nur zu meinem eigenen Vergnügen geschrieben (wie man im oben verlinkten Beitrag Das Buch nachlesen kann).

Die Cover-Rückseite. Foto: Ulrike Ziegler
Kurze Info zum Inhalt auf der Cover-Rückseite. Foto: Ulrike Ziegler

Das Feedback war positiv

Aber dann habe ich die Geschichte, die ich mir da ausgedacht hatte, interessehalber ein paar Freundinnen und Bekannten zu lesen gegeben.
Und – ganz unerwartet für mich – das Feedback war durchweg positiv. Auch wenn, zu meinem großen Erstaunen, jede Testleserin einen anderen Aspekt meiner Geschichte als Thema des Romans identifiziert hat, obwohl doch alle den selben Text gelesen haben!
Vor allem die Interpretation einer Leserin hat mich sehr verwirrt, denn sie hat den Inhalt meines Roman auf eine Weise gedeutet, die das Gegenteil von dem ist, was ich geschrieben zu haben glaubte. Kann man meinen Text wirklich so total anders lesen? Habe ich mich denn so unklar ausgedrückt? Oder lag es an ihr, dass sie das Buch so merkwürdig falsch verstanden hatte? Wie auch immer sie auf ihre Deutung gekommen ist, ich kann es nach wie vor nicht nachvollziehen! Vielleicht liegt es daran, dass sie als Italienerin eine andere Sichtweise auf das Geschehen hat?!
Übrigens konnte ich feststellen, dass auch die Kommentare der anderen Vorab-Leserinnen eigentlich immer dem entsprachen, was ich über ihre persönliche Einstellung weiß. Was ja vielleicht auch nicht verwunderlich ist, jeder hat halt seine eigene Sicht auf die Dinge …

Es ist alles frei erfunden!

Einig waren sich fast alle darüber, dass das Buch sehr visuell geschrieben sei. Überhaupt, dass man sich das Romangeschehen gut als Film vorstellen könne.
Das hat mich natürlich gefreut, denn beim Schreiben war es in der Tat so, dass ich die geschilderten Orte und Szenen immer sehr plastisch vor Augen hatte. Was wohl daran liegen mag, dass ich in meinem Leben auch Filme gemacht habe – das hat wahrscheinlich meinen Blick fürs Visuelle geschärft.

Das Buch ist zum Verkauf bereit. Foto: Ulrike Ziegler
Das Buch ist zum Verkauf bereit. Foto: Ulrike Ziegler

Darüberhinaus bin ich an den meisten Orten, die in meiner Geschichte vorkommen, auch schon mal selbst gewesen, und solch eigenes Erleben fließt natürlich beim Schreiben mit ein, wenn auch in veränderter Form.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich eine Frage beantworten, die mir schon mehrmals gestellt worden ist, merkwürdigerweise auch von Personen, die mich gut kennen: Nein, die Geschichte, die ich geschrieben habe, enthält nichts Autobiographisches, es ist alles frei erfunden!
Aber zurück zum Thema Veröffentlichung: Den Ausschlag dafür, es wirklich zu wagen, haben vor allem die positiven Kommentare von zwei Leserinnen gegeben, die selbst professionelle Autorinnen sind. Sie haben mich sehr ermutigt – danke, Cornelia, danke, Tina!

Es hat Vorteile, im Selbstverlag zu publizieren

Ich habe mich also dazu entschlossen, meinen Roman im Selbstverlag zu publizieren. Das ist inzwischen sehr einfach und hat einige Vorteile: das Buch ist zum Beispiel viel schneller veröffentlicht, als wenn das ein Verlag übernimmt. Auch behält man alle Rechte an seinem Werk, kann jederzeit Veränderungen vornehmen und so weiter. Man hat natürlich auch mehr Verantwortung und muss sich um das Marketing zum großen Teil selbst kümmern, dafür erhält man einen etwas größeren Anteil bei jedem Verkauf.

Alles passt! Foto: Ulrike Ziegler
Titel, Cover, Text – alles passt! Foto: Ulrike Ziegler

Die Formatierung entsprechend den Vorgaben des Herstellers war nicht allzu schwierig, und schließlich ist es soweit:
Titel, Cover und Text stehen und ein Probedruck zeigt, dass alles so passt. Letzte Details sind schnell erledigt und das Buch ist bereit für die Publikation.
Seit ein paar Tagen ist jetzt also mein erster Roman als Book on Demand im Shop meines Verlegers epubli.com ›› oder bei den üblichen Online-Anbietern wie Amazon  ››, Hugendubel  ››, Thalia  ››, Lehmanns  ››, LovelyBooks ›› und anderen zu erwerben, er kann aber auch über den Buchhandel gekauft werden. Oder natürlich direkt bei mir!

Wenn jemand von euch Die Krähe im Kirschgarten lesen sollte, würde ich mich sehr freuen, eure Meinung zu erfahren, gern auch in Form eines Kommentars beim Anbieter-Portal oder hier, weiter unten auf dieser Seite im Kommentarfeld.

 

 

 

 

 

 

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Kommentare

  1. Schlosshauer schreibt

    24. November 2025 um 13:37

    Wie beiläufig läßt der/die jeweilige ErzählerIn seine/ihre Gefühle, Emotionen, Gedanken, Erinnerungen einfließen. Dadurch kommt der Leser ihr/ihm sehr nahe und kann sich einfühlen.
    Wie äußerst elegant, poetisch und vielseitig sich die Landschaftsbeschreibungen in den Text einschmiegen! Sie sind voller Duft, Farben und Licht und so reist der Leser mit und genießt die originellen und eindrucksvollen Bilder, die diese Schilderungen begleiten.
    Die Geschichte hält den Spannungsbogen über die ganze Geschichte und der „unglaubliche“ letzte Satz erinnert mich an die wunderbaren Short Stories von Raymond Carver. Ein absolut gelungenes Buch! Herzlichen Dank dafür! Harriet

    Antworten
    • Ulrike schreibt

      24. November 2025 um 16:36

      Liebe Harriet, ganz herzlichen Dank für deine lobenden Worte! Ich freue mich sehr darüber, dass du – als kompetente Leserin –meine Geschichte so positiv beurteilst! Danke nochmal!!

      Antworten
  2. Karl Weber schreibt

    28. November 2025 um 15:56

    Ein Sommer(nachts)traum. (Aber keine Komödie.) Ein Reisebuch der Sehnsuchtswinkel, aber kein Reiseführer. Auch ein Drama.

    Die natürliche Sprache schwingt. Die Geschichte strebt vorwärts, über Cliffhanger und Verwicklungen hinweg. Das Personal irrt und hofft, zögert und genießt, wankt und steht, wie Menschen es nunmal tun. Und die Lücken. Das, was nicht ausbuchstabiert ist oder erst weit hinten aufgelöst wird. Das, was man selbst füllen darf.
    Ein wunderbares Buch, unbedingt eine Empfehlung.

    Antworten
    • Ulrike schreibt

      29. November 2025 um 14:49

      Herzlichen Dank für deinen schönen Kommentar, lieber Karl! Ich freue mich sehr, dass du mein Buch so rundum positiv bewertest, deine Meinung ist mir sehr wichtig!! Ganz lieben Dank!

      Antworten
  3. cornelia von Schelling schreibt

    15. Dezember 2025 um 17:39

    Ich habe das Buch regelrecht verschlungen! Die zwei Männer, welche die abenteuerlustige Motorradfahrerin ganz für sich haben wollen – der sehr attraktive, begehrenswerte italienische Macho und der sensible, kultivierte deutsche Lebensgefährte mit dem runden Bäuchlein – kommen einem sehr nah! Und verblüffend: Der wilde Sex mit dem Playboy macht der Protagonistin klar – sie gehört dem anderen, dem Sanftmütigen. Sie ist eine funkelnde, oft widersprüchliche junge Frau.
    Die „Krähe im Kirschbaum“ ist ein außergewöhnlicher, höchst lebendiger, in der Spannung nie nachlassender Roman, der auch vor gewaltätigen Szenen nicht zurückschreckt und wichtige Lebensfragen offen lässt, – etwa die Frage, was ist Liebe? – für die der Leser selbst versuchen muss, eigene Antworten zu finden.
    Dir Dialoge sind springlebendig und niemals artifiziell, die geschilderten italienischen Städte und Landschadten wunderbar sichtbar und fühlbar. Es ist als wäre man selbst mittendrin.
    Und eine Motorradexpertin bin ich jetzt auch – fast.

    Antworten
    • Ulrike schreibt

      15. Dezember 2025 um 17:51

      Liebe Cornelia, ich danke dir sehr für deinen geradezu begeisterten Kommentar! Und ich fühle mich überaus geehrt, dass du, eine professionelle Autorin, so lobende Worte für mein Buch gefunden hast!Ganz großes Dankeschön!

      Antworten
  4. Angelika Thomas-Roper schreibt

    17. Dezember 2025 um 16:48

    Was für ein prickelndes Lesevergnügen! Endlich hatte ich Zeit – eine eigentliche langweilige Zugfahrt nach Köln – und da kam die „Krähe im Kirschbaum“ mit einer Punktlandung genau richtig! Es ist schon lange her dass ich ein Buch tatsächlich „verschlungen“ habe – meine Mutter in Köln musste etwas leiden da ich andauernd weiterlesen musste – bis das ganze Buch einverleibt war – mit viel Schmunzeln, mit viel sehnsüchtigen Gedanken und Gefühlen, und auch mit einem Tränchen am Ende. Ulrike Ziegler hat einen wunderbaren spannenden Bogen bis zum Ende des Romans spannen können – in dem Italien, welches ich persönlich auch sehr gut kenne, war ich sofort beheimatet – und: ach ja, die Liebe … was braucht sie wann für wen und was kann (vielleicht) eine wahre und tiefe Liebe sein, die dann letztendlich vieles überdauert und – trotz dramatischem Beiklang – zu einem erfüllenden Ende führt! Liebe Ulrike, bitte unbedingt weiterschreiben – dieser „Einstieg“ ist so vielversprechend und meine hungrige Seele verlangt einfach nach mehr!
    Eine absolute Leseempfehlung von mir mit Vorfreude auf Neues!

    Antworten
    • Ulrike schreibt

      18. Dezember 2025 um 11:56

      Ich bin gerührt über deinen geradezu euphorischen Kommentar, liebe Angelika! Ganz ganz lieben Dank dafür! Und was deine Aufforderung zum Weiterschreiben betrifft – mal sehen … Lust dazu hätte ich schon!

      Antworten
  5. Patrice Desmedt schreibt

    18. Dezember 2025 um 15:42

    Die Krähe im Kirschbaum commence à la première personne et l’on rentre directement dans l’esprit de la narratrice, et seuls quelques chapitres sortiront de ce cadre, pour donner la parole à celui qu’elle a laissé à Munich. Non, la première phrase n’est pas « Longtemps, je me suis couché de bonne heure. »  L’autrice utilise des phrases courtes, mais pas simplettes, pour un style enlevé et précis. Que ce soit dans les parties introspection de la narratrice, ses échanges avec ses amis ou dans la description des villes et paysages, beaucoup de choses sont dites en peu de mots. Nous sommes loin du style navrant de quelques auteurs à succès, qui semblent considérer leurs lecteurs pour des imbéciles ou des incultes.
    Les les ellipses sont maîtrisées et l’on suit avec un intérêt renouvelé le périple de la narratrice, qui s’avère être beaucoup plus qu’un simple long reportage en Italie. Elle va se découvrir elle-même et pouvoir, enfin, prendre des décisions qui engagent sa vie future.
    Personnellement, j’aurais préféré ne lire ni la quatrième de couverture, ni le court prologue. La découverte de la dernière partie en aurait été que plus forte.

    Antworten
    • Ulrike schreibt

      18. Dezember 2025 um 18:21

      Cher Patrice, merci beaucoup pour ton commentaire détaillé et positif! En ce qui concerne ta remarque concernant la 4ième de couverture et le prologue: je suis de ton avis! Longtemps j’ai douté si je devais faire comme ça, mais à la fin je l’ai fait – une faute, je pense! Merci de le mentionner …

      Antworten
  6. Ilse Jakob schreibt

    5. Januar 2026 um 13:35

    Liebe Ulrike, danke für dein wunderbares Buch! Ich habe sofort Lust auf eine Italienreise bekommen. Man hört und riecht das Meer und schmeckt das Essen und den Wein während man deiner Protagonistin Hania auf ihrem Motorrad durch Italien folgt. Man ahnt das Unheil bereits, während sie noch den körperlichen Genüssen mit ihrem Latin Lover frönt und mit dem Schrei der Möve im Kirschbaum braut es sich zusammen. Du hast die Geschichte so spannend erzählt, bis zur letzten Zeile weiß man nicht um das Ausmaß dieses Verhängnisses. Danke für dieses kurzweilige Lesevergnügen – und bitte schreib weiter! Ilse

    Antworten
    • Ulrike schreibt

      5. Januar 2026 um 17:41

      Liebe Ilse, ganz herzlichen Dank für deine tolle Beurteilung meines Buchs hier und auch bei Amazon – ich bin ganz gerührt von deinen lobenden Worten!

      Antworten
  7. Gregory Wiest schreibt

    17. Januar 2026 um 13:46

    In ihrem Debütroman schickt Ulrike Ziegler ihre Protagonistin auf eine Reise nach Sizilien und zu sich selbst. Fern der Heimat findet sie Antworten auf Fragen, die zu Hause lange unbeantwortet geblieben sind. Dabei agiert sie als selbstbewusste junge Frau, die sich zutraut das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Doch indem sie sich von ihren Gefühlen leiten lässt, beschwört sie sehenden Auges neue Konflikte herauf, die ihre Selbstsicherheit auf die Probe stellen.

    Man darf gespannt sein, wie Ulrike Ziegler ihren gerade begonnenen Weg als Schriftstellerin fortsetzen wird.

    Antworten
    • Ulrike schreibt

      17. Januar 2026 um 14:32

      Lieber Gregory, das ist eine interessante Interpretation meines ersten Romans, ganz lieben Dank dafür! Auch für deine Erwartung, dass ich noch mehr schreiben könnte – mal sehen, ob und wie da was weitergeht. Lust hätte ich schon …

      Antworten

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